"Nach der Spargelsaison heißt es sofort: Pfifferlingsaison"

Für viele Deutsche ging der Frühsommer auch gleichzeitig einher mit kulinarischen Festwochen, denn die Spargelsaison stand im Kalender. Nun ist sie allerdings vorbei, die Spargelsaison, doch das ist überhaupt kein Grund, um Trübsal zu blasen, denn es geht lecker weiter! Mit Pilzen. Vor allem mit Pfifferlingen.

„Man muss mit der Saison gehen, da führt gar kein Weg dran vorbei. Nach der Spargelsaison heißt es sofort: Pfifferlingsaison“, sagt Roland Reuss, Küchenchef in unserem Restaurant Waldschlösschen, der nicht nur großer Freund von Pfifferlingen – übrigens frisch bezogen aus dem bayerischen Passau – sondern allgemein von Pilzgerichten ist: „Ich koche sehr gerne Pfifferlinge, aber auch Steinpilze und andere.“ Und entsprechend finden Sie dieser Tage köstliche Gerichte auf der Karte, bei denen vor allem Pfifferlinge in die Hauptrolle schlüpfen. Wie wäre es mit handgemachten Pfifferlingstortellini mit halbgetrockneten Tomaten, sardischem Olivenöl und altem Parmesan? Oder aber Simmentaler Roastbeef mit gebratenen Pfifferlingen und Röstisticks? „Später in der Saison wird es auch eine Suppe geben. Außerdem kann man sich auch gerne zu seinem Gericht einfach eine Schale mit Pfifferlingen dazubuchen, das ist kein Problem“, erzählt Reuss, der Pfifferlinge auch gerne zusammen mit frischen Semmelknödeln oder Tagliatelle anrichtet – mit oder ohne Speck.

Kreativität hat freien Lauf

Auch Leo Sauer, Küchenchef im Bückingsgarten, freut sich regelmäßig über frische Pfifferlinge und lässt dann in der Küche seiner Kreativität freien Lauf. „Was sich gerade anbietet“, antwortet er auf die Frage, welche Pilzgerichte den Gästen im traumhaft gelegenen Restaurant am Fuße des Marburger Landgrafenschlosses denn serviert werden: „Mal Risotto, mal Bandnudeln, mal Steak. Oder auch Pfifferlinge zu einem schönen Salat.“

Übrigens, schon gewusst: Der deutsche Name der Gattung stammt aus dem Mittelhochdeutschen und bezieht sich auf den leicht pfeffrigen Geschmack des Fleischs. Und in diesen kulinarischen Hochgenuss kommen natürlich auch unsere Gäste im Restaurant des Hotels VILA VITA Rosenpark. Ausgebreitet auf einem hellblauen Tuch liegen die frischen Pfifferlinge in der Küche, und das in direkter Nachbarschaft zu Morcheln und Steinpilzen. Nebenan am Herd wird alles vorbereitet, um ein köstliches Pfifferlings-Pasta-Gericht mit frischen Tomaten und Knoblauch zuzubereiten. Ein Gedicht. Auf der Saisonkarte stehen zudem unter anderem eine Malloquinische Pilzcremesuppe mit Sobrasada und Croutons oder aber hausgemachte Pfifferlings-Ravioli mit Nussbutter und Parmesanblättern. Zudem stehen zur Auswahl: Offene Lasagne mit Pfifferlingen, Morcheln und Wurzelgemüse mit Parmesanspänen; Rinderfilet auf Steinpilzpolenta, jungen Pfifferlingen, Lauch und Barolo Jus; Zanderfilet, auf der Haut gebraten, mit Pfifferlings-Risotto und geschmolzenen Tomaten.

Sie haben Hunger bekommen? Dann probieren Sie doch selber einmal eines unserer Rezepte aus, diesmal von Roland Reuss aus dem Waldschlösschen:

Rahmpfifferlinge mit Semmelknödeln (für 6 Personen)

Zutaten:

Für die Semmelknödel:
  • 1kg trockene Brötchen oder Knödelbrot
  • 15 Eier
  • 100 bis 150 g Butter
  • 1 weiße Zwiebel
  • 20 g Salz
  • Pfeffer
  • 1 Liter Sahne oder Milch (mindestens 3,5 % Fett)
  • ein Bund Petersilie
Für die Pfifferlinge:
  • 900 g Pfifferlinge
  • 3 EL Butter
  • 3 Bund Frühlingszwiebeln
  • 6 EL Petersilie
  • 3 Becher Sahne
  • Salz und Pfeffer
Zubereitung:

Für die Semmelknödel-Masse werden die trockenen Brötchen in Würfel geschnitten und in eine große Schüssel gefüllt. Die Zwiebel in kleine Würfel schneiden und mit dem Salz und der Butter in einem kleinen Topf anschwitzen. Sind die Zwiebeln angedünstet, mit der Sahne (oder der Milch) ablöschen und den Topf beiseite stellen. Währenddessen die Eier aufschlagen und zu den Brötchenwürfeln geben. Die Petersilie fein hacken und ebenfalls in die Schüssel geben. Anschließend wird die Sahne-Butter-Zwiebel-Mischung in die Schüssel gegossen und alles zu einer „schlotzigen“ Masse vermengt. Mit Pfeffer würzen. Damit Semmelknödel schön locker werden, brauchen die Zutaten etwas Zeit, um sich perfekt miteinander zu verbinden. Der Teig ruht für etwa 15 bis 20 Minuten. Mit nassen Händen tennisballgroße Knödel formen und im siedenden, aber nicht sprudelnd kochenden Salzwasser 20 Minuten gar ziehen lassen, bis sie nach oben steigen.

Die Pfifferlinge waschen und vorsichtig reinigen. Große Pilze halbieren. Die Frühlingszwiebeln in der Butter anbraten, Pfifferlinge dazu und kurz mitbraten, Sahne angießen. Mit Salz und Pfeffer gut würzen. 1 EL gehackte Petersilie in der Soße verrühren.

Fertige Semmelknödel auf zwei großen Tellern anrichten, Pfifferlingssoße darüber verteilen und den Tellerrand mit der restlichen Petersilie bestreuen.


VILA VITA Marburg Gruppe